Der rumänische Buchmarkt und die Wirtschaftskrise
"Die Finanzkrise hat auch den rumänischen Buchmarkt betroffen“, meint die rumänische Literaturagentin Simona Kessler. Hierzulande schränken die Verleger ihre Verlagsprogramme ein und setzen die Auflagen herab.
Sie sind vorsichtiger, wenn es um Rechteeinkauf geht. Nach dem Boom, den der rumänische Buchmarkt zwischen 2003 und 2008 erlebte, geht es 2009, so Kessler, deutlich rückwärts.
Immerhin sind die größten rumänischen Verleger - Polirom, RAO, Nemira, Leda, Corint Junior, Trei, Curtea Veche usw. - von der Krise nicht ernstlich betroffen. Es gäbe, laut Kessler, "bloß mehr Arbeit und weniger Geld“.
-der Einzelhandel entwickelt sich weiter: die Hypermarktketten eröffnen neue Verkaufstellen
-Mladinska eröffnete eine neue Buchhandlung im SB-Warenhaus Auchan
-der Online-Verkauf bleibt stabil
-das Lesen ist immer noch die billigste Unterhaltungsmöglichkeit
-die großen Verlage sind relativ stabil
-Teora, die größte Buchhandlungskette Rumäniens, wird 17 Buchhandlungen (von 67) schließen
- die ungarischen Buchhandlungsketten Alexandra und Libri gehen Bankrott der Buchverkauf sank um 20-25% zwischen Oktober 2008 und März 2009
-die Banken bieten den Verlagen keine Krediten mehr an
-die Verlagsprogramme sinken um 25%;
-die Erscheinung vieler Titel wurde bis 2010 und 2011 verschoben
-die rumänische Regierung beschloss, die Buchgutscheine für Lehrer (im Wert von 100 Euro) abzuschaffen.
-durchschnittlicher Monatslohn: 325 Euro; 434 USD
-Inflation: 7,8%
-Arbeitslosigkeit: 8% (2008: 6,9%)
-Abwertung der Nationalwährung um 15% seit Oktober 2008



